Systematische Entwicklung und Implementierung von zielgruppenspezifischen Angebotssegmenten in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (ImZiel)

Systematische Entwicklung und Implementierung von zielgruppenspezifischen Angebotssegmenten in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (ImZiel)

2018-04-25T11:39:12+00:00 1. Dezember 2006|

Durchführung: Prof. Dr. Rudolf Tippelt, Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. Heiner Barz, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn

Laufzeit: Juli 2004 – Dezember 2006

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Systematische Entwicklung und Implementierung von zielgruppenspezifischen Angebotssegmenten in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (ImZiel)“ ist die konsequente Weiterführung der im Jahr 2003 abgeschlossenen Studie „Soziale und regionale Differenzierung von Weiterbildungsverhalten und –interessen“, die sich erstmals repräsentativ für die Bundesrepublik mit der Nachfrageseite des Weiterbildungsmarktes auf der Basis des SINUS-Milieuansatzes auseinandergesetzt hat.

Um die konstruktive Verwertung der gewonnenen Erkenntnisse über die milieuspezifischen Weiterbildungsinteressen, über die regionenspezifische Weiterbildungsnachfrage und über die aus bestimmten Lebenslagen resultierenden Anforderungen an Weiterbildungsangebote zu gewährleisten, erstreckt sich das im Juli 2004 gestartete, ebenfalls vom bmbf geförderte Projekt „ImZiel“ auf folgende Bereiche:

  • Konzeption neuer zielgruppenspezifischer Angebote,
  • Durchführung und Evaluation,
  • wissenschaftliche Beratung und Begleitforschung.

Ziel des aktuellen Projektes ist es innerhalb der 28-monatigen Laufzeit, die milieuspezifischen Erkenntnisse der Vorgängerstudie in die Praxis der Programmplanung und Angebotsentwicklung zu überführen. In Kooperation mit Weiterbildungsträgern (Volkshochschule Hamburg, Bundeszentrale für politische Bildung, Volkshochschule Minden, Bildungswerk der Erzdiözese Köln, Volkshochschule Groß-Gerau, Lernende Region Tölzer Land, Volkshochschule München, Bildungszentrum Nürnberg, Ökumenisches Bildungszentrum SanctClara, Volkshochschule Quedlinburg) werden exemplarisch neue Angebotssegmente entwickelt, die gezielt auf die Weiterbildungsinteressen und –präferenzen verschiedener Milieus zugeschnitten sind.

Um die empiriegestützten Erkenntnisse über Interessen, Einstellungen und Verhalten auf der Nachfrageseite des Weiterbildungsmarktes für die Weiterbildungspraxis fruchtbar zu machen, werden für einzelne Träger relevante Informationen über die Erwartungsstrukturen der aktuellen und potentiellen Teilnehmer/innen aufbereitet. Damit wird ein neues Instrumentarium der zielgruppengerechten Angebots- und Programmplanung für Bildungsträger erschlossen. Die Definition der Zielstellungen und Innovationsbereiche für die jeweilige Einrichtung erfolgt durch die Institutionen selbst.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen der Angebots- und Programmplanung sowie des Marketings und der Werbung, da diese in besonderem Maße zu einer Profilbildung beitragen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Institutionen (Programmdirektion, Leitung Marketing, Fachbereichsverantwortliche etc.) werden das jeweilige bisherige Profil und die bisherigen Angebotssegmente analysiert.

Die milieuspezifische Weiterbildungsplanung ermöglicht die Verbesserung der Angebotsqualität durch die Orientierung an real gegebenen Bedarfslagen der Zielgruppen. Damit wird gleichzeitig der notwendigen marktwirtschaftlichen Ausrichtung der Weiterbildungsträger Rechnung getragen.