Projekt „KomWeit“

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Projekt „KomWeit“

2018-04-25T11:29:45+00:00 1. April 2009|

Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung und Verbesserung der Chancengerechtigkeit durch Kompetenzförderung von WeiterbildnerInnen

Eine Perspektivverschränkung von Mikro-, Meso- und Makroebene

Durchführung: Prof. Dr. Rudolf Tippelt, Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. Heiner Barz, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn

Laufzeit: Mai 2007- April 2009

Projektidee:
Um „Equity and good learning outcomes“ (EU-Memorandum 2006) gleichermaßen zu stärken, ist die Förderung des Lebenslangen Lernens aller Personengruppen nicht nur eine moralische, die Chancengerechtigkeit betreffende, sondern auch eine wirtschaftliche Frage. Das Projekt „KomWeit“ will  „vermittelt über die Kompetenzförderung des pädagogischen Personals“  zur Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft aller sozialen Gruppen beitragen. Das Hauptaugenmerk des Projekts gilt dem Weiterbildungspersonal als zentraler Schnittstelle im Prozess der Förderung Lebenslangen Lernens.
Seit einigen Jahren entwickelt sich die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland leicht rückläufig; sie liegt international nur im Mittelfeld. Eine pluralisierte Adressaten- und Teilnehmerschaft und durch den demographischen Wandel veränderte Zielgruppen können durch eine nachfrageorientierte Weiterbildungsplanung besser erreicht werden. Der Forschungsstand zum Fortbildungsbedarf bei ErwachsenenbildnerInnen und die Fortbildungslage im Bereich Adressaten- und Zielgruppenorientierung sind als defizitär zu beschreiben. Wenig erschlossen sind institutionelle Handlungsoptionen der Träger der Erwachsenenbildung. Das Projekt will die Forschungslage in Bezug auf diese wichtigen Themen verbessern.

Forschungsdesign:
Im Fokus steht die Analyse, wie über die Kompetenzförderung des pädagogischen Personals die Weiterbildungsbereitschaft erhöht und die Chancengerechtigkeit verbessert werden kann. Das Forschungsprojekt untersucht diese Themen sowohl aus Sicht der pädagogischen MitarbeiterInnen und DozentInnen in der Erwachsenenbildung als auch durch eine Analyse des Handlungsbedarfs aus der Verbands- und Trägerperspektive. Das Projekt verschränkt damit drei Ebenen: Mikroebene (Trainer, Dozenten, Kursleiter), Mesoebene (Bildungsmanagement) und Makroebene (Verbände und Träger). Diese drei Ebenen werden in zwei Modulen bearbeitet. „Modul A: Analyse der Mikro- und Mesoebene“ umfasst eine Erhebung der Themenschwerpunkte zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung aus Sicht der ErwachsenenbildnerInnen (DozentInnen und hauptamtliches pädagogisches Personal). „Modul B: Analyse der Makroebene“ beinhaltet den Prozess eines Experten-Delphis mit Vertretern der Konzertierten Aktion Weiterbildung e.V. (KAW), Experten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) sowie Experten der Weiterbildungsverbände der Wirtschaft und der Träger beruflicher Weiterbildung. Zum Einsatz kommen qualitative Erhebungsinstrumente: Gruppendiskussionen und problemzentrierte Einzelfallexplorationen. Das Projekt wird mit Mitteln des bmb+f gefördert (Laufzeit 05/2007-04/2009) und von der LMU München (Prof. Tippelt) in Kooperation mit der HHU Düsseldorf (Prof. Barz) durchgeführt.