Projekt Angebotsinnovation: Bedarfsfrüherkennung und Programmfortentwicklung

Projekt Angebotsinnovation: Bedarfsfrüherkennung und Programmfortentwicklung

2018-04-25T11:44:14+00:00 1. Oktober 2006|
  • die Begriffe des Wissens und der Bildung
  • die Formen des Lernens und Lehrens
  • die Angebotsformen
  • die Angebotsinhalte
  • die Organisationsstrukturen der Weiterbildungsinstitutionen
  • die Fortbildung und Professionalisierung der HPMs
  • die Marketingstrategien

In all diesen Bereichen ist ein hoher Innovationsdruck entstanden. Neue Entwicklungen und neue Angebotsformen müssen auch in der mit öffentlichen Mitteln subventionierten Erwachsenenbildung verstärkt aufgegriffen werden, wenn der aus wirtschaftlichen aber auch aus gesellschafts- und sozialpolitischen Motiven heraus propagierten Bedeutung des Lebenslangen Lernens für alle Schichten der Gesellschaft Rechnung getragen werden soll.Das aus Mitteln des Innovationsfonds des Hessischen Kultusministeriums 2003-2005 finanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt hatte dementsprechend zum Ziel innovative Weiterbildungsangebote zu identifizieren und zu gestalten. Partner waren 28 schon länger zu einem Marketing-Verbund zusammengeschlossene Volkshochschulen des Hessischen Volkshochschulverbandes (hvv), die vom Projektbeauftragten des hvv-Instituts, Bernhard S.T. Wolf, koordiniert werden. Dr. Antje von Rein, die Leiterin des Zentralen Marketings der Hamburger Volkshochschule und Prof. Dr. Heiner Barz übernahmen Forschungs- und Beratungsaufgaben.Ziel war zunächst eine systematische Inventarisierung relevanter Entwicklungen im Weiterbildungsbereich. In einem zweiten Schritt wurden von Einrichtungen der hessischen Erwachsenenbildung Programmsegmente und Angebotstypen entwickelt, die den herausgearbeiteten Bedarfslagen Rechnung tragen. In einem weiteren, die Nachhaltigkeit des Projektes sichernden Schritt wurde ein datenbankgestütztes Netzwerk zum Innovationsmonitoring eingerichtet.In einem ersten Modul des Trend-Scanning wurden in Form des Deskresearch einschlägige Quellen für den Weiterbildungsmarkt inhaltsanalytisch aufbereitet. Das zweite Modul der Trenderkennung bestand aus elf Expertengesprächen. Die Umsetzung der gewonnenen Befunde erfolgt in zwei parallelen Schritten. Einmal wird eine Datenbank erstellt, die es erlaubt, kurzfristige Rückmeldungen über innovative und aktuell besonders stark nachgefragte Weiterbildungsangebote in Hessen zu geben. Der zweite Arbeitsschritt in der Umsetzungsphase besteht in der Anregung und Konzeption von Pilotprojekten und -angeboten in ausgewählten Programmsegmenten. Unter Federführung des Projektsteuerungsteams entwickeln die beteiligten Volkshochschulen und andere interessierte hessische Weiterbildungseinrichtungen Ideen für neue Angebotsformen und ?inhalte, die das Spektrum innovativer Angebote erweitern. Ein wichtiges Instrument hierzu sind regelmäßige Innovationsworkshops. Weiter wurde ein Weiterbildungs-Trendletter konzipiert, der unter dem Titel „Short Cuts“ über neue Entwicklungen im Weiterbildungsmarkt berichtet. Er kann über bildungsforschung@phil-fak.uni-duesseldorf.de angefordert werden.

Der Projektabschlußbericht ist seit Herbst 2006 im Buchhandel erhältlich:

  • Barz, Heiner: Innovation in der Weiterbildung. Was Programmverantwortliche heute wissen müssen. Mit einem Vorwort von Rita Süssmuth. Hergensweiler: Ziel Verlag 2006.